Die
Rinteln-Stadthagener Eisenbahn (RStE) erhielt am 28.11.1898 vom Königreich Preußen und

am 10.10.1899 vom Fürstentum Schaumburg-Lippe die Konzessionen zum Bau der Strecke. Die
Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft führte den Bahnbau aus und übernahm nach der Eröffnung 1900
auch die Betriebsführung. Letztere lag ab 1945 bei der Deutschen Eisenbahn-Gesellschaft. Nachdem
die
RStE in Konkurs gegangen war, übernahm die
Rinteln-Stadthagener Verkehrs-GmbH
(RStV) zu Beginn des Jahres 1995 deren Infrastruktur. Ihr Kapital setzte sich aus Anteilen des
Landkreises Schaumburg (13%), der Anrainerkommunen Rinteln, Stadthagen und Obernkirchen (gemeinsam
13%) sowie der
Osthannoversche Eisenbahnen (OHE) (74%) als
Hauptanteilseignerin zusammen. Einst bewegte sich das Frachtgutaufkommen auf dem Gleis zwischen
80000 und 120000 Tonnen Fracht pro Jahr, zu den wichtigsten Kunden zählten die Schaumburger
Steinbruchbetriebe in Steinbergen und die Rintelner Spirituosenfabrik Racke.
Der Eigentümerwechsel bei der OHE 2006 führte zur Einstellung des Betriebs zum 01.07.2007, weil
die neuen OHE-Anteilseigner das Defizit der
RStV nicht tragen wollten. Der Betrieb der
Teilstrecke Rinteln-Nord von Bahnkilometer 1,200 bis 7,200 in Bad Eilsen der Strecke Rinteln-Nord
nach Stadthagen-West wurde mit Bescheid vom 07.07.2026 des Niedersächsischen Ministeriums für
Wirtschaft, Verkehr und Bauen dauerhaft eingestellt. Im Mai 2000 konnte die Strecke noch ihr
100-jähriges Jubiläum begehen.
Als
Jens-Peter Dehne im September 1998
RStV-Lokomotive 150005 in
Stadthagen ablichtete, oblag die Betriebsführung im Bahnhof Obernkirchen der
OHE.
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Immerhin bis 1965 bot die
RStE noch Personenverkehr an. Heute wird, von einer Arbeitsgruppe

initiiert, wieder über Personenverkehr gesprochen. Die Anliegergemeinden stehen der Sache zwar
aufgeschlossen gegenüber, aber eine Realisierung liegt noch in Ferne. Seit 1976 bestreiten die
Dampfeisenbahn Weserbergland
und die Schienenbusgarnitur des
Freundeskreises Eisenbahn Rinteln-Stadthagen e. V.
einen saisonalen Museumsbahnbetrieb.
Diese noch als V133 beschriftete, V100-ähnliche Lokomotive (V100 PA) aus der Konkursmasse der
RStE befand sich dagegen am 23.04.1999 auf dem Gelände des Lengericher Betriebswerks der
Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE), sie wurde derweil in den dortigen
Werkstätten wieder aufgearbeitet und ist nun zum Einsatz bei der Regiobahn Bitterfeld
vorgesehen.
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Nun noch zwei Bilder aus
Uli Dieners Archiv:

Diese zum Zeitpunkt der Aufnahme am 25.03.1980 in Rinteln-Nord als V31 bezeichnete Lokomotive ist
ursprünglich eine 1941 bei O&K für Kriegszwecke gebaute Maschine der Type WR 360, allgemein besser
bekannt als V36. Sie kam 1956 zur
RStE und wurde 1961 mit dem markanten Aufsatz versehen,
welcher dem Lokführer eine bessere Übersicht bietet. Solche Umbauten waren nicht ungewöhnlich,
selbst die DB ergänzte im Laufe der Zeit einige der alten Wehrmachtslokomotiven um eine Hochkanzel,
damit die V36- und V20-Personale gegenüber den V60-Personalen nicht im Nachteil waren.
Heute steht diese Maschine in der Bestandsliste der
Dampfeisenbahn Weserbergland.
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Im Vergleich dazu erschien den Zeitgenossen die MaK-Diesellok V122 ziemlich alltäglich,

als sie sich dem Fotografen am selben Tag in Obernkirchen zeigte.
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