Johannes C. Klossek

  • Klossek, Johannes C: Dampflokomotiven in super stereo. Stuttgart : Frankh’sche Verlagshandlung, 1972 — ISBN 978-3-440-03829-1
  • Klossek, Johannes C: Die Dampflokzeit in Stereo: Reise- u. Güterzüge auf Bergstrecken. Stuttgart : Franckh, 1979 — ISBN 978-3-440-04735-4
  • Klossek, Johannes C: Die Dampflokzeit in Wort, Bild und Ton: Reise- und Güterzüge auf Bergstrecken : 17 historische Hörszenen aus den Jahren 1960-1976 auf CD. Stuttgart : Franckh-Kosmos in Zusammenarb. mit DESTI, 1995 — ISBN 978-3-440-06958-5
  • Klossek, Johannes C ; Mühl, Albert: Die preußische P 10: ein Lokporträt in Wort, Bild und Ton; mit Schallplatte u. 31 Fotos auf Kunstdrucktaf. Stuttgart : Franckh, 1970a
  • Klossek, Johannes Carl: Achensee- und Zillertalbahn in Wort, Bild und Ton. Stuttgart : Franckh, 1968
  • Klossek, Johannes C (Komponist): Von Vordernberg nach Eisenerz – Die Erzbergbahn in Stereo 10 Hörszenen. Stuttgart : Franckh, 1973 — ISBN 978-3-440-03954-0
  • Klossek, Johannes C (Komponist): Dampflok-Spezialitäten in Stereo [18 Hörszenen von jugoslawischen, östereichischen, tschechischen und deutschen Dampflokomotiven auf einer 30 cm-Langspielplatte in Hi-Fi-Qualität auch in Mono abspielbar. Stuttgart : Franckh, 1977 — ISBN 978-3-440-04367-7
  • Klossek, Johannes C (Komponist): Die Dampflokzeit in Stereo Reise- und Güterzüge auf Bergstrecken. Stuttgart : Franckh, 1979 — ISBN 978-3-440-04735-4
  • Klossek, Johannes C (Komponist): Dampflokomotiven historische Tonaufnahmen aus den Jahren 1963-1968. Stuttgart : Franckh, 1980 — ISBN 978-3-440-04816-0
  • Klossek, Johannes C (Komponist): Die Dampflokzeit in Wort, Bild und Ton: Reise- und Güterzüge auf Bergstrecken; 17 historische Hörszenen aus den Jahren 1960-1976 auf CD. Stuttgart : Franckh-Kosmos, 1995 — ISBN 978-3-440-06958-5

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Er verlor sie alle auf die gleiche Art und Weise; eines schönen Tages rissen sie ihren Strick Leine und gingen hinauf in den Berg, wo sie vom Wolf gefressen wurden. Weder das Schmeicheln ihres Herren noch die Angst vor dem Wolf konnte sie zurückhalten. Es waren scheinbar unabhängige Ziegen, die unbedingt in der Natur und in Freiheit leben wollten.

Der Unterpräfekt auf dem Land

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Der Unterpräfekt ist dienstlich unterwegs. Mit einem Kutscher vorne und einem Lakai hinten bringt ihn die Kalesche der Unterpräfektur feierlich zur Regionalprämierung in Combe-aux-Fées. Für diesen denkwürdigen Tag hat sich der Unterpräfekt mit seinem schönen bestickten Frack, seinem Klappzylinder, seiner enganliegenden Bundhose mit Silberstreifen und seinem Galadegen mit Perlmuttgriff ausstaffiert. Auf seinem Schoß ruht eine Dokumententasche aus geprägtem Chagrinleder, die er mit traurigem Blick betrachtet.

Mit traurigem Blick betrachtet der Unterpräfekt seine Dokumententasche aus Chagrinleder. Er denkt an die omi-nöse Rede, die er später vor den Einwohnern von Combe-aux-Fées wird halten müssen: „Sehr verehrte Herren, liebe Mitbürger …“

Aber auch wenn er sich das blonde seidige Haar seiner Favoriten um die Finger wickelt und zwanzigmal hinter-einander „Sehr verehrte Herren, liebe Mitbürger…“ spricht, fällt ihm die Fortsetzung der Rede einfach nicht ein.

Die Fortsetzung der Rede fällt ihm einfach nicht ein … In dieser Kalesche ist es ja auch so heiß. So weit der Blick reicht, streckt sich der staubige Weg nach Combe-aux-Fées unter der Mittagssonne … Die heiße Luft flimmert … und unter den Ulmen am Wegesrand, die vom weißen Staub bedeckt sind, zirpen Tausende von Grillen. Plötzlich zuckt der Unterpräfekt zusammen. Da hinten, am Fuß eines Hanges, hat er einen kleinen Wald aus grünen Eichen erblickt, der ihm zuwinkt – so meint er zumindest.

Er meint, der Wald winkt ihm zu: „Kommen Sie doch her, Herr Unter-präfekt; um Ihre Rede zu schreiben, würden Sie sich unter meinen Bäumen viel wohler fühlen…“. Der Unterpräfekt ist verzückt; er springt von der Kalesche herunter und sagt seinen Leuten, sie sollen auf ihn warten, er wird seine Rede im kleinen Wald aus grünen Eichen schreiben.
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